Deutschstunde · Wortschatz & Grammatik

Konzertsaal, Gemälde &
die n-Deklination

Wortschatz aus der heutigen Stunde, ein Lückentext, die schwachen Maskulina (der Junge → den Jungen) und die Pronomen mich/mir · sie/ihnen.

Worterklärungen

Die Wörter von heute

Kurze Erklärung auf Deutsch, dahinter die englische Entsprechung.

Konzert & Musik

die Akustik – wie gut man den Klang in einem Raum hört · acoustics
der Konzertsaal, -säle – der große Raum, in dem ein Konzert stattfindet · concert hall
gespaltene Meinungen – die Leute sind sich überhaupt nicht einig · divided opinions
kontrovers – stark umstritten, viele widersprechen sich · controversial
die Debatte, -n – eine längere, geordnete Diskussion · debate
der Sänger / die Sängerin – Person, die singt · singer
der Schauspieler / die Schauspielerin – Person, die eine Rolle spielt · actor
das Angebot, -e – alles, was man zur Auswahl bekommt · offer, range
der freie Platz, die freien Plätze – ein Sitz, auf dem noch niemand sitzt · free seat
der Lautsprecher, - – Gerät, aus dem der Ton kommt · loudspeaker
die Übersetzung, -en – der Text in einer anderen Sprache · translation
sich ziehen – sehr langsam vergehen (Zeit) · to drag on
sich reindenken (in etwas) – sich Mühe geben, etwas zu verstehen · to get into sth. mentally
sich langweilen – keine interessante Beschäftigung haben · to be bored

Kunst & Bedeutung

die Bilderausstellung, -en – Veranstaltung, bei der Bilder gezeigt werden · picture exhibition
das Kunstwerk, -e – ein einzelnes Werk der Kunst · work of art
das Gemälde, - – ein gemaltes Bild · painting (the object)
die Malerei – die Kunstform „Malen" allgemein · painting (the art form)
etwas Bedeutung verleihen / geben – etwas wichtig oder sinnvoll machen · to give sth. meaning
etwas hineininterpretieren – einen Sinn sehen, der vielleicht nicht da ist · to read sth. into it
oberflächlich – nur an der Oberfläche, nicht gründlich · superficial
die Sinne (Pl.) – Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen · the senses
bemerken – etwas sehen oder merken, was klein ist · to notice
modern – aus der heutigen Zeit, neu im Stil · modern

Geld, Arbeit & Alltag

den Preis erhöhen – den Preis höher machen · to raise the price
das Gehalt, die Gehälter – das Geld, das man monatlich für die Arbeit bekommt · salary
das Viertel, - – ein Stadtteil, die Gegend, in der man wohnt · neighbourhood
es stört mich nicht – es ist mir egal, es ist kein Problem für mich · it doesn't bother me
der Gedanke, -n – das, was man denkt · thought
widersprüchlich · paradox – es passt logisch nicht zusammen · contradictory · paradoxical
raffinierter Zucker – industriell stark verarbeiteter Zucker · refined sugar
sich Mühe geben – sich wirklich anstrengen · to make an effort
jemanden dazu bewegen, etwas zu tun – der Grund sein, warum jemand etwas tut · to make sb. want to do sth.
vorarbeiten – jetzt mehr arbeiten, damit später weniger übrig bleibt · to work ahead
sich ansammeln – immer mehr werden, weil nichts erledigt wird · to pile up
herunterladen – eine Datei aus dem Internet holen · to download
der Tagestrip, -s – ein Ausflug ohne Übernachtung · day trip
die Merkhilfe, -n – ein Trick, mit dem man sich etwas merkt · mnemonic
die Regel, -n – eine feste sprachliche Vorschrift · rule
verinnerlichen – so gut lernen, dass man nicht mehr nachdenken muss · to internalise
übrigens – leitet eine Nebenbemerkung ein · by the way
der Trainer, - · die Sauna, -s – im Fitnessstudio · trainer · sauna
Übung 1 · Lückentext

Ein Samstag zwischen Hantel und Konzertsaal

Hinter jeder Lücke steht das englische Wort als Hinweis. Der Wörter-Kasten zeigt die richtige Schreibweise – benutzte Wörter werden durchgestrichen.

Wörter-Kasten
AkustikAngebotbewegt BedeutungBilderausstellungGedanke GehaltGemäldegespaltene heruntergeladenhineininterpretiertlangweilen laufenLautsprecherMerkhilfe modernMüheoberflächlich paradoxPlätzePreise Regelreindenkensammeln SängerSaunastört TagestripTrainerÜbersetzung verinnerlichenViertelvorarbeiten ziehen

Samstags gehe ich fast immer ins Fitnessstudio in meinem 1(neighbourhood). Letzte Woche haben sie die 2(prices) schon wieder erhöht, aber ehrlich gesagt: Es 3(bothers) mich nicht. Mein 4(salary) ist auch gestiegen, und sie können die Preise so oft erhöhen, wie sie wollen – ich gehe trotzdem hin.

An diesem Morgen waren die 5(loudspeakers) zum Glück aus, also war es endlich ruhig. Ich sehe dort viele Leute, die mit einem 6(trainer) arbeiten, und danach gehen fast alle in die 7(sauna). Was ich ein bisschen 8(paradoxical) finde: Man fährt mit dem Auto hin, um dann drinnen auf einem Gerät zu 9(run). Draußen läuft man immer weniger.

Vor dem Urlaub muss ich diese Woche noch 10(work ahead), sonst 11(pile up) sich die Patienten an. Deshalb mache ich diesmal nur einen kurzen 12(day trip) und habe mir dafür schon ein paar Podcasts 13(downloaded).

Am Abend war ich in einem Konzert. Eine Freundin hat so lange davon erzählt, dass es mich dazu 14(moved) hat, hingehen zu wollen. Der Saal ist sehr 15(modern), und über die 16(acoustics) gibt es 17(divided) Meinungen. Meiner Meinung nach sollte in einem perfekten Konzertsaal an jedem Platz gut zu hören sein. Es gab übrigens sehr wenige freie 18(seats) – das 19(programme, offer) war einfach gut.

Nächstes Mal will ich in die Oper. Der 20(thought) an vier Stunden macht mir aber Angst: Wahrscheinlich würde ich mich 21(be bored), und diese vier Stunden 22(drag on) sich bestimmt. Man muss sich erst richtig 23(get into it), sonst bleibt alles ziemlich 24(superficial). Ohne 25(translation) verstehe ich die 26(singers) sowieso nicht.

Am Sonntag war ich dann noch in einer 27(picture exhibition). Vor einem großen 28(painting) habe ich lange gestanden und versucht, ihm eine 29(meaning) zu geben. Am Ende habe ich wohl viel zu viel 30(read into it) – aber die Maler hatten sich wirklich 31(effort) gegeben.

Übrigens: Ich habe mir eine 32(mnemonic) für die n-Deklination aufgeschrieben, weil ich diese 33(rule) endlich 34(internalise) will.

Übung 2 · Grammatik

Die n-Deklination

Die Regel in einem Satz: Eine kleine Gruppe maskuliner Nomen bekommt in allen Formen außer dem Nominativ Singular die Endung -n oder -en – also der Junge, aber den/dem/des Jungen.

Kasusder Jungeder Nachbarder Patient
Nominativder Jungeder Nachbarder Patient
Akkusativden Jungenden Nachbarnden Patienten
Dativdem Jungendem Nachbarndem Patienten
Genitivdes Jungendes Nachbarndes Patienten
Pluraldie Jungendie Nachbarndie Patienten

Merkhilfe – wer gehört dazu? Fast nur Männer, Berufe und Tiere:

① Nomen auf -e: der Junge, der Kunde, der Kollege, der Experte, der Zeuge, der Löwe

② Internationale Endungen -ent, -ant, -ist, -oge, -at, -graf: der Student, der Praktikant, der Pianist, der Biologe, der Diplomat, der Fotograf – und der Patient

③ Eine kleine Extra-Liste: der Mensch, der Nachbar, der Herr, der Bauer, der Held, der Prinz

Achtung – zwei Fallen: Nomen auf -er gehören nicht dazu (der Trainer → den Trainer, der Sänger → den Sänger, der Lautsprecher → den Lautsprecher). Und die gemischte Gruppe der Gedanke, der Name, der Wille, der Buchstabe bekommt im Genitiv -ns: des Gedankens.

Setze das Nomen in der richtigen Form ein. Der Artikel steht schon da.

  1. Ich sehe den jeden Morgen im Park. (der Junge)
  2. Gestern habe ich mit meinem über die Preise gesprochen. (der Nachbar)
  3. Im Fitnessstudio sehe ich viele Leute mit einem . (der Trainer)
  4. Nach dem Urlaub sammeln sich die im Wartezimmer an. (der Patient, Plural)
  5. Der an vier Stunden Oper stört mich. (der Gedanke)
  6. Die Bedeutung dieses verstehe ich nicht ganz. (der Gedanke, Genitiv)
  7. Für einen ist die Karte deutlich billiger. (der Student)
  8. Im Konzert konnte ich den sehr gut hören. (der Sänger)
  9. Man sollte keinen nach dem ersten Eindruck beurteilen. (der Mensch)
  10. Die Ausstellung war voll – es gab kaum Platz für die . (der Besucher, Plural)
  11. Ich habe dem die Übersetzung geschickt. (der Kollege)
  12. Das ist das Gemälde eines sehr bekannten . (der Fotograf)
Übung 3 · Grammatik

mich oder mir? sie oder ihnen?

Die Regel in einem Satz: Das Verb entscheidet – manche Verben nehmen den Akkusativ (stören, interessieren, langweilen, bewegen, fragen, sehen, verstehen), andere den Dativ (gefallen, helfen, gehören, antworten, passen, zuhören, danken, schicken).

PersonAkkusativ (Wen?)Dativ (Wem?)
ichmichmir
dudichdir
er / esihn / esihm
sie (Sg.)sieihr
wirunsuns
ihreucheuch
sie (Pl.)sieihnen

Setze das richtige Pronomen ein. In Klammern steht, wer gemeint ist.

  1. Es stört nicht, wenn sie die Preise erhöhen. (ich)
  2. Das Konzert hat sehr interessiert. (ich)
  3. Die Akustik hat allerdings nicht besonders gefallen. (ich)
  4. Der Bericht meiner Freundin hat dazu bewegt, hinzugehen. (ich)
  5. Bei vier Stunden Oper würde ich wahrscheinlich langweilen. (ich)
  6. Kannst du die Übersetzung schicken? (ich)
  7. Dieses Gemälde sagt ehrlich gesagt gar nichts. (ich)
  8. Ich habe die Sänger gesehen, aber ich konnte kaum hören. (die Sänger)
  9. Meine Nachbarn waren auch dort – ich habe von der Ausstellung erzählt. (die Nachbarn)
  10. Ich habe die Nachbarn gefragt, ob das Konzert gefallen hat. (die Nachbarn)
  11. Meine Trainerin war nicht da, deshalb konnte ich nicht fragen. (die Trainerin)
  12. Ich habe dann einfach eine Nachricht geschrieben. (die Trainerin)
  13. Der Junge aus dem Viertel hilft jeden Samstag im Garten. (wir)
  14. Das Kunstwerk hat so bewegt, dass er eine Stunde davorstand. (mein Bruder)
Zum Sprechen

Fünf Fragen für die nächste Stunde

  1. Gibt es in deiner Stadt einen Konzertsaal, in dem die Akustik wirklich gut ist? Wo sitzt man am besten?
  2. „Vier Stunden Oper ziehen sich." Stimmst du zu, oder muss man sich einfach reindenken?
  3. Wann hast du zuletzt zu viel in ein Kunstwerk hineininterpretiert – oder ist das genau der Sinn von Malerei?
  4. Was findest du an Fitnessstudios paradox oder widersprüchlich?
  5. Wie arbeitest du vor deinem Urlaub vor, damit sich nichts ansammelt?